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Zukunft gestalten

Sag mal, spinnst du?

Zukunft gestalten - Wo fangen wir an?

In einer Vormittagsveranstaltung sind die Jugendlichen der Ethikkurse der 10. Jahrgangsstufe des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in das Thema Zukunftsgestaltung eingetaucht. Nach einem szenischen Einstieg, in dem durch Musik, Licht und vorgetragene Texte in das Thema eingestimmt wurde, durften die Jugendlichen einen kleinen Workshop in kreativer Arbeit bei Seminarleiter Hans Heß erleben. Anschließend war Raum, in verschiedenen Arbeitsgruppen Ideen zu einzelnen Zukunftsthemen zu entwickeln. Die Dozent:innen, die die Arbeitsgruppen betreut haben, haben zunächst mit den Schülern und Schülerinnen den Ist-Zustand analysiert und ihnen dann Raum gegeben, sich frei zu entfalten. Wichtig war nicht, dass nur direkt Machbares skizziert wurde, sondern dass Träume in Fahrt kommen können. Wir waren absolut begeistert von den vielen Ideen, die in dieser kurzen Zeit entstanden sind. Die Ergebnisse wurden auf Plakaten festgehalten. Erleben Sie hier einen Einblick in die Gedanken und Ideen der Jugendlichen.

Schule als Ort der Begegnung

Stellt euch vor, dass alle Begrifflichkeiten und Vorstellungen zum Thema Schule aus eurem Kopf verschwinden oder ihr sie gezielt aussortiert, sodass Platz für Neues ist. Wie sieht dann für euch die Schule der Zukunft aus? Wie kann Lernen in Zukunft aussehen? Gibt es noch Lehrer:innen? Wenn ja, wie interagieren sie mit den Schüler:innen? Wer ist für was verantwortlich? Welche Lerninhalte sind wichtig? Wo soll Lernen stattfinden? Mit diesen Fragen sind wir in den Workshop gestartet.

Zunächst einmal tauschte sich die Gruppe von 7 Mädchen über ihre persönlichen Erfahrungen in der Schulzeit aus. Dabei ging es sehr viel um den Machtmissbrauch von Lehrkräften, das Gefühl des „Weniger-wert-seins“, weil man eben „nur“ Schüler:in und jünger und in manchen Bereichen anscheinend unwissender ist. Deshalb war der Wunsch nach einem respekt- und würdevollen Miteinander sehr präsent und nach einem Lernbegleiter, der den Lehrer im herkömmlichen Sinn ersetzt. Es wurde zudem deutlich, wie wichtig Individualität ist und dass jede und jeder anders lernt.

Den Jugendlichen fehlt eine Vorbereitung auf das Leben, Fächer, die sie im praktischen Alltag unterstützen und in ihrer Persönlichkeit stärken.

Das Plakat, das im Anschluss an den tiefgründigen Austausch entstand, enthielt zwei wesentliche Aspekte bezüglich der Schule der Zukunft: Vielfältigkeit und Selbstständigkeit.

Begriffe wie Feedback, Empathie, eigene Entscheidungen, mehr Projekte, keine Hierarchie, sondern Begleitung auf Augenhöhe, die auch darauf zu lesen sind, unterstreichen diese.

Auch im Hinblick auf die Räumlichkeiten hatte die Gruppe Ideen. Dabei wurde immer wieder der Wunsch nach einem Rückzugsort und kleinen Lerngruppen laut.

Faszinierend war der Austausch innerhalb der Gruppe. Jede:r Einzelne wurde angehört und nicht unterbrochen, auch wenn es emotional wurde. Das Bedürfnis nach wirklichem Austausch und die Wichtigkeit dieses Themas war die ganze Zeit spürbar. Ich wünsche mir selbst, dass den Jugendlichen und Kindern mehr zugehört wird. Schule ist ihr Alltag und sie haben so viele Ideen!

Die Arbeitsgruppe zum Thema Schule der Zukunft wurde von der Kunst- und Lerntherapeutin Celia Habekost geleitet, die viele Jahre Kunstlehrerin in verschiedenen Regelschulen war.

Die Schule von morgen

Mobilität kann so viel mehr sein als Fortbewegung

Die Frage nach der Art und Weise, wie wir uns in Zukunft durch Bad Dürkheim bewegen werden, hat sehr viele, sehr unterschiedliche Schüler:innen angesprochen. Entsprechend vielfältig und bunt waren ihre Ideen. Darüber hinaus haben sie sichauch mit Folgethemen wie Energiegewinnung, Klimaneutralität und Design beschäftigt. Super!

Ideen zum Thema Mobilität

Was sich Jugendliche für Bad Dürkheim wünschen

Die 7 Jugendlichen dieser Arbeitsgruppe haben sofort den Eindruck vermittelt, dass sie sich darüber freuen einmal loswerden zu können, was sie sich für das Leben in ihrer Heimatstadt wünschen würden. Während der ersten Bestandsaufnahme wurde deutlich, dass ein Wunsch auf ihrer Liste ganz oben steht: Ein Ort, an dem sie sich treffen können, ohne zu stören und vor allem ohne belästigt oder bedroht zu werden, an dem es Tische und Bänke gibt und es nicht allzu schmutzig ist.

Außerdem wäre es schön, es gäbe mehr Modegeschäfte für Jugendliche, einen richtigen Bastelladen und ein Sportgeschäft.

Das klang für meine Ohren sehr bescheiden. Zu bescheiden!

Was wäre, wenn einfach alle Wünsche möglich wären? Was wäre nicht nur schön, sondern grandios, wenn es der Fall wäre?

Es hat nicht lange gedauert, bis eine Reihe von fantastischen Ideen entstanden sind, von denen einige später im Unterricht weiter bearbeitet und mit KI generierten Bildern ergänzt wurden.

Was hat Glück mit Zukunft zu tun?

Ist es nicht gerade unser persönliches Streben nach Glück, das uns dazu motiviert, die Zukunft gestalten zu wollen? Zu allen Zeiten war es die Sehnsucht nach einem besseren Leben, die die Menschheit dazu motiviert hat, alte Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren: Sesshaft werden und Ackerbau betreiben, neue Welten erkunden, neue Werkzeuge aus neuen Materialien erfinden, Maschinen erschaffen, die stärker sind als die stärksten Tiere, grenzenlos zur Verfügung stehende Energie… Egal welches Beispiel wir wählen, zu Beginn stand immer ein Traum.

Was bedeutet Glück für Jugendliche heutzutage? Und was fehlt ihnen zum Glücklichsein?

Die Jugendlichen haben ihre Vorstellungen von dem, was für sie zu einem glücklichen Leben dazugehört in einer Collage zusammengefasst. Freizeit, Reisen, genug Geld, gutes Essen, Familie, Gemeinschaft… diese Erwartungen haben vermutlich die meisten Bürger unseres Landes an ein erfülltes Leben.

Die Kraft zur Veränderung lag in diesem Entwurf in dem Wunsch nach mehr Mitspracherechten und danach, mehr gehört zu werden.

Nach allem, was wir mit den Jugendlichen 2025 erleben durften, wünschen wir uns auch, dass sie mit ihren wunderbaren Ideen, ihrem Lebensmut und ihren Sehnsüchten nach einer besseren Welt mehr gehört und gesehen werden. Wir können uns davon nur bereichern lassen!

Ideensammlung zum Thema Glück