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Genähte Vögel aus buntem Stoff sitzen in einer Reihe

Schräge Vögel

Ich bin, wie ich bin!

Wenn wir uns als Gesellschaft entwickeln wollen, ist es zunächst wichtig sich zu überlegen, wo wir selbst eigentlich stehen bzw. wer wir sind. In diesem Kurs haben wir die Frage so gestellt: Was macht uns besonders und bereichert uns? Wie fallen wir aus dem Rahmen und sind anders?

Um das zu verbildlichen, sollte jedes Kind sich als Vogel oder aber auch als ein anderes Tier, das seinen inneren Empfindungen besser entspricht, darstellen und den Rahmen gestalten, in dem es sich bewegt oder aus dem es herausfällt. Überraschend für die Kursleitung war, dass die Kinder im Gespräch über ihre Werke deutlich machten, dass sie einen Rahmen nicht als Einengung empfänden, aus dem sie gerne ausbrechen würden, sondern als Schutzraum. "Wenn ein Pferd wegläuft, ist es froh, wenn es wieder auf seiner eigenen Koppel ist." so ein Kind. Die Kinder wünschen sich für ihre freie Entfaltung also einen Rahmen, bunt, vielfältig und liebevoll, aber einen Rahmen und keine grenzenlose Freiheit.

Geht es uns Erwachsenen nicht eigentlich genauso? Und wenn ja, warum haben wir den Blick dann immer auf die vermeintliche persönliche Freiheit und weniger auf unsere wohlwollenden Rahmen-Bedingungen gerichtet?