Zum Hauptinhalt wechseln

Faire Bewertung

Von "Philipp-Fauth-Straße"

Zum Projekt

Sehr geehrte Stadtverwaltung, vorab: auch ich teile die Auffassung unseres Mitbürgers Herr Dr. Fallot-Burghardt, dass es angemessen wäre zu wissen, mit wem man es hier von Seiten der Stadtverwaltung zu tun hat. Die Leiterin des Stadtmuseums, Fr. Dr. Hallmann-Preuss, richtig?

Sie haben mir geantwortet „Unklar ist uns, was Sie damit meinen, dass die "damaligen Verhältnisse" ausgeblendet würden.“ Dies werde ich Ihnen bei allen drei Straßennamengebern erläutern.

Bei Herrn Fauth wird dies in aller Kürze geschehen, da Herr Dr. Fallot-Burghardt in Verbindung mit Herrn Höhn fast alles gesagt hat.

1.    Sie bzw. der Gutachter Reitzenstein lassen einfach unter den Tisch fallen, dass Fauth sich schon lange Jahre vor Himmler und der SS mit seinen Forschungsgebieten beschäftigt hat. Welche Möglichkeiten hatte Fauth auf das Interesse von Himmler an seinem Forschungsgebiet zu reagieren? Ablehnen? Himmler war neben Hitler der mächtigste Mann im Dritten Reich, er war als Reichsführer-SS, Chef der Waffen-SS, Chef der Gestapo und Chef der Polizei der Herr über Leben und Tod. Jede Ablehnung oder Weigerung wäre als Widerstand interpretiert worden mit der Folge, dass Fauth im Gefängnis oder KZ gelandet wäre. Dazu evtl. Sippenhaft für seine Frau und Kinder.

2.    Sie schreiben „Fauth hätte über die berüchtigten KZ Bescheid wissen müssen“. Fauth starb im Jan. 1941, die Berliner Wannseekonferenz, auf der die Vernichtung der Juden beschlossen wurde, fand im Jan. 1942 statt, also ein Jahr nach Fauth`s Tod. Hätte er Hellseher sein sollen? Dazu: Auschwitz wurde erst nach Fauths Tod gebaut. Sie müssen doch zudem wissen, dass die normale Bevölkerung nicht über die Zustände in den KZ`s Bescheid wusste. Wie denn auch? Per Smartphone/Internet/Fernsehen? Ich finde es völlig unredlich, Fauth mit solch unfairen Mitteln zu diskreditieren.

3.    Fauth wurde 1867 geboren, hat also nur Kaiserzeit, ersten Weltkrieg sowie die Weimarer Republik mit Massenarbeitslosigkeit, Vermögensvernichtung breiter Schichten der Bevölkerung durch Inflation, Bürgerkrieg zwischen den braunen und roten Faschisten und die schikanöse Besetzung der Pfalz durch französische Truppen erlebt. Männer seiner Generation haben nie Demokratie wie wir heute erlebt. All das lassen Sie als Stadt einfach unter den Tisch fallen und legen bei der Bewertung von Fauth heutige Maßstäbe zu Grunde.

So geht man nicht mit Geschichte um; daher plädieren wir als Bürgerbewegung für die Straßenbeibehaltung mit einem Zusatzschild „Info zur Nazizeit“ sowie QR-Code. So wird Geschichte für kommende Generationen bewahrt!

Offizielle Updates

Letztes Update: 17. Januar 2023

Kommentare

Kommentare sind nicht möglich, da dieses Projekt derzeit nicht aktiv ist.

Teilen

Gepostet von

Aktueller Status

Beantwortet